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14. Juni 2001


 - Wagner wählen ! -

Wagner2001

Obwohl die meisten wissen, daß ich ein recht konservativer Mensch bin, halte ich mich ja für gewöhnlich mit vordergründig politischen Themen etwas zurück. Aber diesmal ist es mir sehr wichtig, und zwar aus folgendem Grund:

Auch wenn ich der Meinung bin, daß einem Politikers eine Ausbildung in verwaltungstechnischen oder rechtlichen Dingen nicht schaden kann, so habe ich bisher immer geglaubt, daß der ideale Politiker ein ehrlicher, zuverlässiger und glaubhafter Mensch (Mann oder Frau) ist, der aus seiner Lebens- und Berufserfahrung heraus mit Augenmaß und Sachverstand Entscheidungen für Stadt, Land und Volk treffen kann. Eigenschaften wie taktieren, "heute dies, morgen das sagen" oder "selektiv vergessen können" halte ich für absolut hinderlich, auch wenn sie es einem Politiker ermöglichen, sich und seine Arbeit erfolgreicher darzustellen, als es dem bodenständigen Typ 1 gelingt.

Deshalb habe ich die Arbeit unseres Dresdner Oberbürgermeisters Dr. Wagner immer mit sehr viel Unterstützung begleitet, auch wenn man sich im einzelnen manches vielleicht anders vorgestellt hätte: Er ist für mich der Prototyp des oben beschriebenen aufrechten und ehrlichen Menschen, der politische Verantwortung wahrnimmt, weil die Umstände vor Jahren eben einen mutigen und couragierten Bürger erforderten, und der sich nun mit viel Mühe zu einem Fachmann für diese Arbeit entwickelt hat, wie viele zu würdigen wissen (er ist, glaube ich, stellvertretender Vorsitzender des deutschen Städtetages) und wie man es unserer Stadt meiner Meinung nach auch wunderbar ansieht.

Und wenn es jetzt wirklich passiert, daß so ein Berufspolitiker wie Roßberg daherkommt, der nur schwer nachvollziehbare moralische Prinzipien hat, 1989 für die FDJ schon einmal in das damalige Wahlfälscherparlament in Dresden eingezogen ist und nun eine Wahlkoalition zusammengezimmert hat, in der sich keine zwei Partner so richtig leiden können, weil sie außer dem Willen zu Abwahl Wagners auch kaum Gemeinsamkeiten haben, dann ist mir schlecht und wütend und traurig bei dem Gedanken zu Mute, daß er am 24. zu meinem Oberbürgermeister gewählt werden könnte.

Es gibt nur wenige Politiker wie Dr. Wagner, deren Integrität zumindest für mich so zweifelfrei feststeht, und die CDU ist mit dem "Aufklärer" Koch oder "König" Kurt als Partei da leider auch kein Vorbild, aber wenn man die seltene Chance hat, daß Ehrlichkeit und Politik mal nicht als Gegensätze, sondern als Einheit darstehen, sollte man diese Chance nicht für eine billige Show á la Roßberg verschenken.

Es gibt noch eine zweite Chance am 24. Juni, deutlich zu machen, an welchen politischen Leitbildern wir uns orientieren wollen, und ich kann nur jeden bitten, Dr. Wagner noch zu einem kräftigen Stimmengewinn zu verhelfen!

Bis bald - Christoph

P.S.: Wer die letzte Startseite sucht, wird wie immer hier fündig; wer noch politische Argumente braucht, kann es ja mal bei Google (oder der Jungen Union) probieren:

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