... noch mehr Hardware, die es nicht mehr gibt...13. Oktober 2008  

Hardwaresaison -

hatten wir hier zuletzt. Man kennt das ja: Die Dinge gehen nicht einzeln, nacheinander und schön übersichtlich kaputt, sondern immer auf einen Haufen und ein bischen unklar.
Aber im Einzelnen:
Alles fing damit an, dass ich zur Bestückung unserer MP3-Player verschiedene CDs aus unseren Beständen umgewandelt habe, außerdem sammelten sich diverse Fernsehaufnahmen auf meinem Rechner. Und damit man da nicht nur ran kann, wenn mein Rechner an ist, hatte ich im Frühjahr irgendwann eine NAS-Platte erworben, das ist ein Mini-PC, der zusammen mit einer großen Festplatte in einem kleinen Gehäuse steckt und direkt am Netzwerk angeschlossen werden kann. Dann kann jeder der (üblicherweise 2) Rechner in unserem Netzwerk auf diese Festplatte lesend und schreibend zugreifen. Also eine tolle Sache, aber die Technik hat so ihre Tücken. Bei einem ehemaligen Arbeitskollegen von mir hat sich ein solches Gerät (das sogar deutlich teurer war als meins) nach wenigen Wochen verabschiedet, ohne die Daten herauszugeben, und auch meins hat nur bis zum Urlaub klaglos gearbeitet und sich dann Stück für Stück verabschiedet. Erst konnte man die Verzeichnisse noch lesen, aber keine Dateien kopieren, danach wurde das Laufwerk noch gefunden, aber kein Inhalt und dann war ganz Ruhe. Und es hat nicht in einem Garantietausch geendet, weil ich hoffte, durch Ausbau der Platte die Daten noch retten zu können, was sich aber als Irrtum herausstellte. Und nun sind die geschätzten Bodo Wartke- und Rainald-Grebe-Konzerte weg (zum Glück war nichts noch existentielleres drauf). Dafür musste also schonmal Ersatz her, nur nicht wieder so eine NAS-Platte mit (künstlicher) Intelligenz, sondern was einfaches, am besten USB und trotzdem irgendwie im Netz.
Da passte es gut, dass vor einiger Zeit die Telekom unseren Anschluss und Vertrag auf DSL 16.000 umgestellt hatte. Entgegen allen Absprachen war die Geschwindigkeitserhöhung ganz unvorbereitet auf unser altes DSL-Modem losgelassen worden, was natürlich schief gegangen war, aber da stand also auch noch ein Hardwareupgrade im Raum. Vielleicht würde unser Telefon danach auch wieder die Rufnummer des Anrufers anzeigen?
Also habe ich mich mal bei den Fritz!boxen umgeschaut, die inzwischen echte Vielseitigkeitstalente geworden sind und auch eine angeschlossene USB-Platte allen im lokalen Netz zur Verfügung stellen können. Nicht besonders schnell, aber darum ging es mir ja gar nicht.
Aber parallel zu diesen geplanten Sachen machte Dorits Laptop auf einmal merkwürdige Geräusche, entweder im Netzteil oder im Laptop selbst, dort, wo das Stromkabel eingesteckt wird, so genau konnte man das gar nicht orten, sehr mysteriös. Ohne Laptop ist meine Frau nur bedingt ansprechbar, also wurde rasch ein neues Ersatz-(Original)-Netzteil geordert, das auch am nächsten Tag schon eintraf (Amazon sei Dank) und zumindest diese Sorgen zerstreuen konnte.
Außerdem benahm sich der Rechner meiner Eltern sehr merkwürdig. Er brauchte manchmal mehrere Starts, um ordentlich im Windows anzukommen, stürzte völlig unmotiviert ab, erkannte USB-Geräte nicht und müllte die Festplatte mit verlorenen Fragmenten zu, selbst wenn man ihn ordentlich heruntergefahren hatte. Heruntertakten half, auch das Entfernen eines RAM-Riegels aus dem vorderen Steckplatz, der vom Prozessorlüfter mit zugepustet wurde, die eigentliche Ursache war aber wohl das Netzteil, das sich nach langen Jahren im Dienste der Suche nach Außerirdischen langsam verabschiedete. Also wurde das gewechselt, das neue ist nun kaum noch hörbar und der PC wieder ganz stabil und solide.
Bei uns zu Hause werkelt nun eine Fritz!Box 7270 mit angeschlossener Festplatte, wir sehen wieder, welche Nummern bei uns angerufen haben, können Faxe senden und empfangen (..9332) und uns Anrufbeantworter-Anrufe per Mail zustellen lassen - ganz wundervoll.
Also Ende gut - alles gut? Im Moment ja, aber noch habe ich nicht die DSL-Geschwindigkeit erhöhen lassen, und mein Telefon braucht auch mal wieder ein BIOS-Update. Die Bastelei ist also noch nicht wirklich zu Ende ...

Einen störungsfreien Herbst wünschen  -  Christoph & Dorit

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