11. Juni 2005 We all live in a Waffelfabrik -
und in letzter Zeit habe ich mir endlich
mal die Mühe gemacht, bei Ebay laufende Aktionen zum Thema
Hörmanns Waffelfabrik in Dresden zu verfolgen, um ein bischen mehr
zu erfahren über das Gebäude, in dem wir schon seit vielen
Jahren wohnen. Und so bin ich recht günstig an eine Reihe von
alten Werbemarken gekommen, auf denen vom Dichterfürsten Goethe
über das bayerische Landleben bis hin zu Fabrikansichten alles
mögliche abgebildet ist. Dazu ist demnächst auch noch eine
eigene Seite geplant.
Apropos geplant. Ich habe ja schon
einige Dienstreisen hinter mir, und trotz computergesteuerter
Sachenpackliste habe ich immer wieder mal was vergessen mitzunehmen.
Besonders "beliebt" sind Hausschuhe oder der Schlafanzug, aber auch
Plüschtiere oder Unterhosen sind schon mal weinend zu Hause
geblieben. Aber was mir letzte Woche auf meiner Dienstreise zu Klingel
passiert ist, war unvergleichlich: Ich hatte keinerlei Oberhemden
eingepackt! Auf der Hinfahrt im Auto hatte ich dummerweise das Heyde AG
- Insolvenz - T-Shirt an, das auch komplett kundenuntauglich ist, und
so musste ich im weißen T-Shirt (wenigstens hatte ich auch noch
ein Unterhemd mit im Koffern) auf Arbeit erscheinen. Naja, ich habe
allen von meiner Panne erzählt und mich am Abend im örtlichen
C&A wieder diensttauglich eingekleidet.
Für diese Dienstreise hatten wir
einen Leihwagen, und zwar einen neuen Passat. Da habe ich mich aber
auch gefragt, wer da die Konsistenzprüfungen vornimmt. Eigentlich
kein schlechtes Auto, mit ordentlicher Fahrleistung (2.0 TDI @ 140 PS),
aber in Details nur mangelhaft. Ganz besonders schlimm: Im Auto lag ein
Hinweisblatt der Vermietung, dass das Navigationssystem nur Navi-CDs
verträgt und man Audio-CDs in den Wechsler im Handschuhfach
stecken soll. Aber weit und breit kein Wechsler im Handschuhfach oder
sonst irgendwo auffindbar, dafür stellte sich heraus, dass das
Navigationssystem sehr wohl Audio-CDs abspielen kann. Außerdem
gab es rechts keine Mittelarmlehne und die entsprechenden Kanten links
in der Fahrertür waren für mich nicht erreichbar. Für
das Öffnen der Heckklappe gibt es einen extra Fernbedienungsknopf,
dafür hat sich niemand Gedanken gemacht, wie die Klappe wieder zu
geht. Außen am Blech anfassen finde ich unerfreulich und es
hinterläßt Fingerabdrücke, aber innen gab es keine
Schlaufe zum Ziehen, sondern man konnte nur mit akrobatischer
Handverdrehung und kräftigem Schwung sein Glück versuchen -
Erfolgsquote etwa 50 %. Dafür hat die künstliche Intelligenz
mit der Warnblinkanlage geblinkt, wenn man auf der Autobahn mal
ordentlich auf die Bremse getreten ist und meine Kollegin ist auf der
Heimreise mangels Benzin liegengeblieben, obwohl der Bordcomputer
"Reichweite 40 km" anzeigte. Für mich alles in allem eine
merkwürdige Mischung von vorhandenen, nicht vorhandenen und nicht
funktionierenden Features.
Wie macht man seine Webseite interessant
für Besucher? Wir waren ja auch mal auf Platz 1 der
Google-Suchabfrage für "Hochzeitstisch Hertie", aktuell ist aber diese
Seite (mit Update) der Renner: Augenscheinlich bewegt viele Menschen
die Frage, wer die leckeren Renaissance-Pralinen herstellt und wo man
sie kaufen kann. Im Gästebuch und in privaten Mails haben sich
Leser meines Beitrages zu Wort gemeldet, und darüber freue ich
mich immer sehr.
Als letztes gibt es wieder einen Beitrag aus der unendlichen Hardwarereihe. Diesmal geht es um die künstliche Intelligenz
von Festplatten: Ich habe zwei Festplatten zu 120 GByte, von denen die
eine als Systemplatte schwitzt, während die andere nur für
Videoaufnahmen da ist. Erstere meldete sich neulich beim Booten mit
"Status bedenklich: Backup und Ersetzen". Erst mal war ich
verblüfft, weil ich so etwas noch nie gesehen hatte, aber dann
habe ich den Hinweis treu befolgt und alles von der Systemplatte auf
die Videoplatte umkopiert und die Bootreihenfolge getauscht. Wenn die
jetzige Videoplatte kaputt geht, ist es nicht mehr der große
Datenverlust, allerdings hat sich die Meldung inzwischen auch wieder
verzogen. Ich beobachte jetzt den Plattenstatus mit einem Tool wie HDDHealth, derzeit behauptet die Platte, am 27.8.2005 zu versagen (die andere übrigens am 9.7.2009). Wir werden sehen...
Bei der Aktion ist mir ein Mangel von Windows 98 allerdings schmerzlich
bewusst geworden: Wenn man mit XCOPY Verzeichnisse kopiert, werden die
kurzen Dateinamen neu vergeben, und wenn sich dann Programme gemerkt
haben, dass sie in c:\progra~1\wasauchimmer wohnen, weil das eigentlich
c:\Programme\wasauchimmer ist, dann kann das nach dem umkopieren
durchaus auch c:\progra~2\wasauchimmer geworden sein, weil c:\progra~1
an c:\Program Files vergeben wurde. Warum man beim Kopieren langer
Dateinamen nicht wenigstens versuchen kann, die alten kurzen Dateinamen
wieder zu verwenden, ist sicher nicht nur mir schleierhaft!
P.S.: Wer die letzte Startseite
sucht, wird wie immer hier
fündig; wer alte Artikel auf dieser Webseite sucht, kann seit kurzem hier nachschauen: