10. Juli 2005 So bunt ist der Sommer -
zumindest auf unserem Balkon.
Ehrlichweise muss man hinzufügen, dass die niedrigen Kästen
unseren Nachbarn gehören und nur urlaubshalber bei uns unterkamen.
Und nein, es macht uns nichts aus, dass es zuletzt eher verregnet war -
wir beide mögen es eher kühl als heiss. Meine Firma
unterstützt das übrigens dankernswerterweise, in der letzten
Woche wurde bei uns eine Klimaanlage eingebaut.
Die beginnende Urlaubszeit hat auch zur
Folge, dass es im Fernehen nichts mehr aufzunehmen gibt. Schon lange
höre ich ja beim Auto fahren nicht Radio oder Musik, sondern den
Ton von aktuellen Unterhaltungs-Fernsehsendungen wie Harald Schmidt, Sarah Kuttner - Die Show, Genial daneben, Wer wird Millionär, Zimmer frei oder Dittsche.
Das ist aus meiner Sicht entspannender als Radio und
abwechslungsreicher als Musik, aber man muss natürlich die
genannten Sendungen mittels Compter im Fernsehen aufnehmen und auf CDs
brennen. Aber im Moment haben alle Sommerpause, da kann ich
Rückstände aufholen. Und wenn dann diese Woche auch noch die
letzten fehlenden ER-Folgen wiederholt worden sind, wird sich mein
Computer wirklich langweilen ...
Dafür gibt es ja im Moment andere
spannende Ereignisse: Nachdem die Tour de France eher enttäuschend
startete, gab es am Sonnabend einige spannende Attacken am Berg. Davon
wollen wir bitte noch mehr sehen!
Genug habe ich dagegen wieder mal von
der Deutschen Bahn. Letzte Woche war ich mit einem Kollegen auf
Dienstreise, aus verschiedenen Gründen sind wir dabei mit dem Zug
gefahren. Und als sich am Freitag ergab, dass die Besprechung 2 Stunden
eher zu Ende war, sind wir natürlich voller Hoffnung zum Bahnhof
geeilt, das Wochenende zwei Stunden eher antreten zu dürfen. Die
Tickets waren zum Glück zugunabhängig, aber natürlich
wollten wir nicht stehen. Unsere eilends alarmierte Sekräterin
konnte uns aus der Ferne (während wir zum Bahnhof fuhren) nur
Tickets ab unserem Umsteigebahnhof Berlin besorgen - immerhin. Wir
eilten also zum Schaffner, um uns Plätze von Wuppertal nach Berlin
geben zu lassen, hoffnungsfroh, denn unser Chef hatte uns erlaubt, im
Zweifelsfalle auch auf die erste Klasse umzubuchen. Aber der Schaffner
belehrte uns, dass es keinen einzigen Sitzplatz mehr im Zuge gibt, es
sei schließlich Freitag. Offensichtlich weiß die Deutsche
Bahn, dass Freitag für Freitag für Freitag die
Kapazitäten nicht ausreichen, tut aber nichts dagegen. Ob das pure
Ignoranz ist, die Bahn nicht genug Züge hat oder irgend ein
Oberschlauer ausgerechnet hat, dass sich ein weiterer Wagen nicht
rechnet, ist mir egal, der Imageschaden, der sich aus dieser
offensichtlichen Missachtung der Kundenwünsche ergibt, ist
zumindest in meinen Augen gewaltig. Also bleibe ich doch lieber beim
Auto.
Auch mit einem anderen großen
ehemaligen Staatsunternehmen hatten wir letzte Woche zu tun: Die
Telekom hat unseren Glasfaser-DSL-Testbetrieb beendet. Offensichtlich
lohnen sich die technischen Aufwände für diese Form von
schnellem Internet nicht, und so wurde hier lieber Kupferkabel verlegt
und wir wurden auf normales T-DSL umgebaut. In den drei Tagen, in denen
wir übergangsweise ohne DSL auskommen und uns mit
"Schneckeninternet" (analoges Modem) behelfen
mussten, waren echt hart, man gewöhnt sich doch schnell an die
Annehmlichkeiten von schnellem und drahtlosem Internet! Aber jetzt geht
alles wieder perfekt, nut die T-DSL-Grundgebühr müssen wir ab
sofort zahlen :-(
P.S.: Wer die letzte Startseite
sucht, wird wie immer hier
fündig; wer alte Artikel auf dieser Webseite sucht, kann seit kurzem hier nachschauen: